Sie haben eine Frage? +43 699 190 80 289 info@patinka.info
      Wie ist es jetzt mit der Ansteckung?

      Fakten zur HIV-Übertragung

      Leider ist es gesellschaftlich noch nicht durchgedrungen, dass Menschen mit einer erfolgreichen HIV-Therapie nicht infektiös sind. Immer noch leider Patienten in Krankenhäusern, bei Zahnärzten, an Arbeitsplätzen und in Freundes- und Familienkreisen unter der Stigmatisierung.

      Und jetzt mal Zur Sache. Wie ist das jetzt wirklich mit der Ansteckung? Fragen die einem immer peinlich sind, weil man es “irgendwie” schon weiß, aber nicht wirklich.
      Sogar ich als HIV positiver Mann musste oft überlegen, wie man sich tatsächlich mit HIV ansteckt. Es schweben immer Gerüchte herum. Ein Halbwissen, dass immer mit einem Räuspern, wegschauen und offenen Fragen endet.

      Deshalb hab ich mal alles zusammengefasst, für eine schnelle Übersicht.

      Zu aller erst: wenn jemand HIV positiv ist, und seine Medikation regelmäßig einnimmt ist er/sie unter der „Nachweisgrenze“. Das bedeutet dass der Virus im Blut (und somit in Körperflüssigkeiten) unter einer bestimmten Anzahl ist, und somit nicht übertragbar.

      Wenn man nicht unter der Nachweisgrenze ist:

      In der folgenden Tabelle geht es um Menschen die NICHT unter der Nachweisgrenze bzw nicht therapiert sind.

      Oralverkehr:
      Für den „aufnehmenden“ Partner gilt Ansteckungsgefahr. Geringer als beim Vaginal- oder Analverkehr – aber trotzdem gegeben. Vorsicht ist bei offenen Wunden im Mund (Bläschen), beim Schlucken und bei Menstruationsblut geboten. Diese erhöhen die Ansteckungsgefahr beträchtlich. Um Sicher zu gehen – nicht im Mund kommen oder ein Kondom benutzen.

      Analverkehr:
      Ungeschützter Analverkehr hat das höchste Ansteckungspotential. Nicht nur für den aufnehmenden Partner, aber auch, wenn auch geringer, für den aktiven Partner.

      Vaginalverkehr:
      Frauen können den Virus schwerer, aber doch, bei ungeschütztem Verkehr auf Männer übertragen. Insbesondere bei der Menstruation und bei vaginalen Infekten.
      Die Ansteckungsgefahr für Frauen ist um einiges größer. Hinzu kommt dass Sperma relativ lang im Körper der Frau bleibt. Während der Menstruation, aber auch bei der Spirale als Verhütungsmethode, besteht erhöhtes Infektionsrisiko.

      Andere Praktiken:
      Sobald Blut im Spiel ist herrscht Gefahr. Sei es Menstruationsblut oder offene Wunden. Hier ist Vorsicht geboten – Vibratoren, Dildos und sonstige Spielzeuge sollten gut gereinigt werden, oder ebenfalls verhütet werden.
      Bei S&M Praktiken gilt dasselbe. Urin, Speichel, Tränen etc sind ungefährlich. Wieder gilt – bei Blut muss man aufpassen!

      Sperma auf der Haut stellt kein Problem dar, außer es gibt verletzte Hautstellen. Jedoch auch bei Sperma im Auge sollte aufgepasst werden! Bei beiden gilt – gut Auswaschen!